MEILENSTEINE DER HÄNDEHYGIENE

VON SEMMELWEIS BIS STERILLIUM®

Die Händedesinfektion gilt heute als wichtigste Maßnahme zum Schutz vor Infektionen. Doch bis zu dieser Erkenntnis war es ein langer Weg. Forscher wie Ignaz Semmelweis, Louis Pasteur und Robert Koch trugen dazu bei, das Wissen um die Hygiene Schritt für Schritt zu verbessern. Bis schließlich 1965 mit Sterillium® das weltweit erste alkoholische Hände-Desinfektionsmittel entwickelt wurde.


"HÄNDEHYGIENE RETTET LEBEN"*

Die Hygiene gilt heute allgemein als wichtiger Faktor für die Verhinderung der Ausbreitung von Keimen und Infektionen; sie war jedoch in der Welt der Wissenschaft lange Zeit umstritten und weitgehend unerforscht. Auch nach der Entdeckung der ersten Bakterien vor mehr als 300 Jahren, dauerte es noch sehr lange, bis der Zusammenhang zwischen Infektionen und unzureichender Händehygiene erkannt und zu einer unumstößlichen wissenschaftlichen Tatsache wurde.

Und selbst als man der Händehygiene immer mehr Beachtung schenkte, blieb das Waschen der Hände die vorherrschende Methode zur Vermeidung der Erregerübertragung.

Dies blieb so, bis schließlich Sterillium® neue Wege beschritt. Sterillium® veränderte die Welt der Hygiene nachhaltig. Das Mittel nutzt Alkohol zur umfassenden Beseitigung von Mikroorganismen, es zeichnet sich durch eine einfache und zeitsparende Anwendung und eine rückfettende Hautpflegeformel aus.  Bis zum heutigen Tag arbeitet man im HARTMANN Konzern an der Weiterentwicklung von Sterillium® als Teil eines Gesamtkonzeptes im permanenten Kampf gegen Krankheitserreger.

1847

Im Jahr 1847 erkannte Ignaz Semmelweis als einer der ersten, dass die Hände  in der Kette der Übertragungswege eine entscheidende Rolle spielen. An der Geburtshilfeklinik in Wien ordnete der deutsch-ungarische Arzt damals den Einsatz einer Chlorkalk-Lösung für die Handwäsche an. Daraufhin sank die Sterberate aufgrund von Kindbettfieber von 18 % auf 2 %.

Louis Pasteur (1822-1895), französischer Chemiker und Mikrobiologe

1862

Im Jahr 1862 bewies der Franzose Louis Pasteur, dass Bakterien nur aus vorhandenen Bakterienzellen, nicht aber aus unbelebter Materie entstehen können. Der Chemiker entwickelte die ersten Desinfektions- und Sterilisationsverfahren.

1865

Etwa im Jahr 1865 schloss Sir Joseph Lister aus den Erkenntnissen Pasteurs, dass Bakterien auch für schlechte Wundheilung verantwortlich sein müssten. Sein Heilmittel: Karbolsäure zur Desinfektion von Luft und Händen und zum Einweichen von Verbandsmaterial vor dem Auflegen auf Wunden. Die Kollegen des schottischen Chirurgen reagierten mit Skepsis.

Paul Hartmann stellte diesen Befund sofort in den richtigen Zusammenhang: Lister gab dem deutschen Hersteller von Verbandsmaterial detaillierte Anweisungen, wie die bahnbrechende „Carbolgaze“ zu produzieren sei.


Robert Koch (1843-1910), deutscher Physiker und ein Pionier der Mikrobiologie

1875

Ab 1875 widmete Robert Koch seine Arbeit ganz der Suche nach Krankheitserregern und war vor Ort, wo Menschen  durch Epidemien starben. Er erforschte den Milzbrand und die Cholera. Im Jahre 1876 entdeckte er die Milzbrandsporen und 1882 die Tuberkulosebakterien. Als Professor für Hygiene am neu gegründeten Hygieneinstitut an der Universität Berlin machte er aus der Bakteriologie eine angesehene Wissenschaft.

Die KRINKO-Hygienerichtlinien aus dem nach ihm benannten Robert Koch-Institut prägen den heutigen Alltag in Kliniken maßgeblich.

1905

Im Jahr 1905 war Carl Flügge – Kochs Nachfolger – die dominierende Persönlichkeit im Bereich der Hygieneforschung. Er führte die Unterscheidung zwischen der hygienischen und der chirurgischen Händedesinfektion ein. Das minutenlange Schrubben der Hände mit Seife und Bürste wurde gängige Praxis für Chirurgen.

1929

Im Jahr 1929 entdeckte der schottische Bakteriologe Alexander Fleming das Penicillin und legte damit den Grundstein für die moderne Behandlung mit Antibiotika. Etwa 6 % der nosokomialen Infektionen sind in Deutschland auf multiresistente Erreger zurückzuführen. 

1965

Werbung aus dem Jahr 1966

Im Jahr 1965 war sich der junge Peter Kalmár ganz sicher: Die Händedesinfektion musste revolutioniert werden. Sie musste effizienter, schneller und hautfreundlicher werden. Der damalige Assistenzarzt in der Chirurgie an der Uni-Klinik Hamburg hatte beobachtet, dass aus Zeitmangel oft auf das Waschen der Hände verzichtet wurde. Zusammen mit den Experten der Bacillolfabrik Dr. Bode & Co. in Hamburg entwickelte er die Lösung: 
Sterillium®, das weltweit erste alkoholische, aber dennoch hautfreundliche, Hände-Desinfektionsmittel konnte einfach in die Hände eingerieben werden – ohne vorheriges Waschen der Hände, ohne Zusätze oder sonstige Maßnahmen.

AM 4. JUNI 1965 VERLIESSEN DIE ERSTEN FLASCHEN STERILLIUM® DAS WERK UND VERÄNDERTEN DIE TÄGLICHE PRAXIS VON KLINIKMITARBEITERN, PFLEGEKRÄFTEN UND ÄRZTEN.

Seitdem sind die klassischen Wandspender aus den meisten Kliniken und Arztpraxen nicht mehr wegzudenken. Damit ist die Geschichte der Hygiene natürlich nicht beendet, denn die Praxis stellt die  Desinfektionsspezialisten von HARTMANN immer wieder vor neue Herausforderungen.


Quelle: * CDC, Hand Hygiene Saves Lives Campaign, 2013
WIR FORSCHEN FÜR DEN INFEKTIONSSCHUTZ

Wir alle haben ein gemeinsames Ziel, nämlich die Minimierung des Infektionsrisikos im Gesundheitswesen – und damit Menschenleben zu retten. Hierbei spielt die hygienische Händedesinfektion eine Schlüsselrolle. Die Forschungsarbeit rund um Sterillium® hat seit mehr als 50 Jahren immer wieder dazu beigetragen, neue Erkenntnisse in diesem Bereich zu gewinnen und geht auch heute unvermindert weiter. Das BODE SCIENCE CENTER, gegründet unter dem Dach der HARTMANN-Gruppe, treibt die Forschung engagiert und konsequent voran und widmet sich als Vermittler zwischen Wissenschaft und Praxis dem Aufbau von Fachwissen in allen Bereichen der Händedesinfektion. In diesem Rahmen wurden diverse Studien über Wirksamkeit, Hautverträglichkeit und Compliance durchgeführt.