BEDEUTUNG DER HÄNDEHYGIENE IN DER HEUTIGEN WELT

DESINFIZIERTE HÄNDE KÖNNEN LEBEN RETTEN

Die Prävalenz nosokomialer Infektionen in Gesundheitseinrichtungen, z. B. durch Antibiotika-resistente Mikroorganismen, nimmt weltweit alarmierende Ausmaße an1. Längere Krankenhausaufenthalte, Einsatz teurer Medikamente und somit eine Belastung für die Volkswirtschaft können einige der möglichen Folgen sein. Hygienische Händedesinfektion ist von grundlegender Bedeutung für die Bewältigung dieser Herausforderungen. Dennoch wird im Durchschnitt nur jede zweite erforderliche Händedesinfektion tatsächlich durchgeführt. Wie kann also die Compliance verbessert werden?

HÄNDE: DER HAUPTFAKTOR IN DER ÜBERTRAGUNGSKETTE

Die Händedesinfektion spielt eine Schlüsselrolle im Kampf gegen Infektionen.

Experten schätzen, dass bis zu 90 Prozent aller Krankenhausinfektionen über die Hände übertragen werden2. Ein Drittel davon gilt als vermeidbar3. Damit wird die Händedesinfektion zur wichtigsten Maßnahme für den Patienten- und Mitarbeiterschutz gegen Krankheitserreger.

Eine Studie untersuchte, welchen Einfluss die Implementierung eines krankenhausweiten Programms mit besonderem Schwerpunkt auf die alkoholische Händedesinfektion direkt am Krankenbett auf die Händehygiene der Mitarbeiter hat. Es wurde dabei festgestellt, dass das Programm zu einer Erhöhung der Compliance mit der Händedesinfektion während der routinemäßigen Patientenversorgung führte. Dies ging einher mit einer Verringerung der nosokomialen Infektionen und der MRSA-Übertragung.2

ARBEITEN AN EINER LÖSUNG:

DIE SECHS GOLDENEN REGELN ZUR VERBESSERUNG DER COMPLIANCE BEI DER HÄNDEDESINFEKTION4

1. Entscheiden Sie sich für ein Hände-Desinfektionsmittel auf alkoholischer Basis, das hautverträglich ist und vom Fachpersonal gerne angenommen wird.

2. Präparat muss leicht verfügbar sein. Dosierspender müssen am Behandlungsort und in der Nähe der Patienten platziert werden; nur so lässt sich die Bereitschaft zur Händedesinfektion und damit die Sicherheit der Patienten verbessern.

3. Führen Sie Schulungs- und Aufklärungsmaßnahmen zur Förderung der Händehygiene durch; dies hat sich als sehr effektiv erwiesen. Dazu gehört auch die Beachtung des WHO-Modells „Meine 5 Momente der Händehygiene“, an Hand dessen sich die wichtigsten Risiken für die Übertragung von Krankheitserregern identifizieren lassen.


Händehygiene reduziert das Risiko von Komplikationen und schützt Personal und Patient.

4. Stellen Sie ein Budget auf, das alle Kosten im Zusammenhang mit vermeidbaren nosokomialen Infektionen abdeckt. Stellen Sie diesen Kosten die Kosten für Hände-Desinfektionsprodukte gegenüber.

5. Veranlassen Sie die leitenden Mitarbeiter, mit gutem Beispiel voranzugehen, um so die Nachwuchskräfte zu motivieren.

6. Wichtig ist auch ein ausgewogenes Verhältnis von Fachpersonal zu Patienten. Es hat sich gezeigt, dass Personalmangel die Compliance bei der Händedesinfektion nachweislich beeinträchtigt.

KAI KÄSSHÖFER,
Bereichsleitung stationäre Altenhilfe,
Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Baden-Baden e.V.
„Wir verwenden Sterillium® gerne, da es sich um ein hautfreundliches, einfach anzuwendendes Produkt handelt."“
Genügend und richtig platzierte Spender erhöhen die Bereitschaft zur Händedesinfektion und damit den Patientenschutz.

Als Teil des HARTMANN Hände Hygiene Systems leistet Sterillium® einen wichtigen Beitrag zur modernen Händehygiene – mit Hände-Desinfektionsmitteln für praktisch jede klinische Anwendungssituation.

Neben Fragen wie der Verfügbarkeit von Spendersystemen, der Rücksichtnahme auf Krankenhausbudgets und der allgemeinen Wissensvermittlung in Sachen Händehygiene, ist ein entscheidender Aspekt das Erkennen des richtigen Zeitpunkts für die Händedesinfektion. Schließlich kann die hygienische Händedesinfektion nur dann ihre Wirkung entfalten, wenn sie gerade in jenen Situationen vorgenommen wird, in denen ein Risiko der Übertragung von Krankheitserregern besteht.
Quellen:

1 abgeleitet von http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs194/en/

2 Kramer, A.; Händehygiene - Patienten- und Personalschutz; GMS Krankenhaushyg Interdiszip 2006;1(1):Doc14 

3 https://www.bvmed.de/de/bvmed/presse/pressemeldungen/bvmed-hygieneforum-2012-mit-konsequenten-hygienemassnahmen-sind-rund-30-prozent-aller-krankenhausinfektionen-vermeidbar

4 Journal of Hospital Infection 2004, 56: 3-5 (modified - geändert)
WIR FORSCHEN FÜR DEN INFEKTIONSSCHUTZ

Wir alle haben ein gemeinsames Ziel, nämlich die Minimierung des Infektionsrisikos im Gesundheitswesen – und damit Menschenleben zu retten. Hierbei spielt die hygienische Händedesinfektion eine Schlüsselrolle. Die Forschungsarbeit rund um Sterillium® hat seit mehr als 50 Jahren immer wieder dazu beigetragen, neue Erkenntnisse in diesem Bereich zu gewinnen und geht auch heute unvermindert weiter. Das BODE SCIENCE CENTER, gegründet unter dem Dach der HARTMANN-Gruppe, treibt die Forschung engagiert und konsequent voran und widmet sich als Vermittler zwischen Wissenschaft und Praxis dem Aufbau von Fachwissen in allen Bereichen der Händedesinfektion. In diesem Rahmen wurden diverse Studien über Wirksamkeit, Hautverträglichkeit und Compliance durchgeführt.